Impfungen: Segen und Fluch. Meine Erfahrungen

Impfungen sind ein Segen für die Menschheit! Hätte Edward Jenner im Jahr 1796 nicht mit Kuhpocken an einem kleinen Jungen herumexperimentiert, wären weiterhin Jahr für Jahr viele Millionen Menschen an dieser oder anderen Infektionskrankheiten gestorben.

Verschiedene Varianten der Pest, Cholera, Typhus, Diphterie, Englischer Schweiß und Grippe-Epidemien forderten schubweise eine Vielzahl von Toten.

Ich selber habe mir nie viele Gedanken über Impfungen gemacht. Wenn ich mein Impfbuch durchforste, finde ich drei Impf-Gruppen in meinem Leben: Impfungen, welche die meisten in unserem Land wohl haben, wie die gegen Diphterie, Keuchhusten, Tetanus, Masern, Polio.

Impfungen, die ich freiwillig wählte, um mich auf meinen Reisen in Afrika und der Karibik zu schützen. Und einige Impfungen gegen die alljährliche Grippe.

Wenn ich Dreifachimpfungen als drei einzelne Impfeinheiten zählen, weil ja schließlich ein kombiniertes Material ins System eingebracht wird, erhielt mein Körper bis zum Jahr 2013 34 Impfeinheiten. 34!

So weit so gut?

Dann kam das besagte Jahr 2013. Ich war gesundheitlich bereits ziemlich angeschlagen: tägliche Migräne seit 1997, Ausbruch des wohl schon lange schlummernden Mastzellaktivierungssyndroms (MCAS) durch meine 9. Vollnarkose im Jahr 2011, Multiple Chemikaliensensitivität (MCS) in noch recht gut handelbarer Intensität und chronische Erschöpfung.

Also diverse Krankheiten, bei denen minimalste Eingriffe ins System und sei es nur ein Füllstoff von einem Medikament oder Gerüche aus der Nachbarwohnung oder eine halbe Cocktailtomate maximale Zusammenbrüche auslösen können: anaphylaktischer Schock oder wochenlanges Elend. Nichts ist vorhersehbar bei MCAS und MCS.

Der Fehler meines Lebens: mich von einer Ärztin unter Druck setzen zu lassen!

Ich war bereits ein Semi-Wrack als meine Hausärztin, motiviert durch einen ihr bekannten Fall von Masern bei Erwachsenen, massiv darauf drang, meine Masern-Impfung aufzufrischen.

Darin sah ich wenig Sinn, da ich seit Jahren schon fast nur alleine zuhause arbeitete, selten raus kam und auch keinen Kontakt zu Kindern hatte. Leider, leider knickte ich ein, weil sie aggressiv wurde und mich anherrschte. So was verkrafte ich in sowieso schon elender Lebenslage nicht auch noch.

Was soll schon Schlimmes passieren?, dachte ich. Hab ich halt ‘ne Impfung mehr im Buch. Doch es kam anders.

Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht.

Vieles, das vorher nur leicht bis mittelgradig vorhanden war, explodierte. Vor allem das Ganzkörper-Gefühl, übel an Grippe erkrankt zu sein. „Das lässt ja in einigen Tagen nach…“, reagierte die Ärztin etwas genervt.

„Einige Tage“ sind inzwischen fast 3.000. Denn spätestens seit der Impfung bin ich echte ME/CFS-Patientin.

3.000 Tage, in denen sich jeder Handgriff anfühlt, als würden Zentner an meinen Händen und Füßen hängen, als würde ein Elefant meine Lunge zusammendrücken. 3.000 Tage, in denen ich mich fiebrig fühle, ohne Fieber zu haben, in denen mein gesamter Körper schmerzt und ich mein Gehirn wie einen renitenten Teenager animieren muß, überhaupt minimalen Aufgabe nachzugehen. Mit entsprechendem Resultat.

3.000 Tage, in denen mir das ganze Leben immer wieder wochenlang komplett entgleitet und ich in kleinen „guten“ Zeitfenstern verzweifelt versuche, das Allerwichtigste an Alltagsgedöns irgendwie wieder aufzuholen. 3.000 Tage, in denen nahezu kein Fitzel Energie für spassige Dinge bleibt, die die Seele stärken.

3.000 Tage Leid und unendlich mehr vor mir..

Bis vor wenigen Tagen dachte ich, es wäre ausschließlich eine Masern-Impfung gewesen. Für diesen Text recherchierte ich den Impfstoff und stellte entsetzt fest: obwohl ich als Kind an Mumps und Röteln erkrankt war, hatte ich eine MMR-Impfung erhalten.

Einzeln gibt es sie wohl schon lange nicht mehr. Womöglich hatte ich also noch ausreichend Antikörper und bekam die Dreifachimpfung on top. Als sowieso bekanntermassen hochempfindliche Mastzell- und MCS-Patientin.

Phantastisch. Nicht.

Hinterher ist man immer schlauer, aber bei Impfungen kann man leider nicht, wie bei vielen Medikamenten, einen Einnahmestop einlegen, um die Schäden zu begrenzen oder zu eliminieren. Drin ist drin.

Impf-langzeitfolgen werden vom Arzt gemeldet? Fehlanzeige!

Und was passierte dann bei meiner Ärztin? Nichts.

Sie glaubte nämlich nicht, dass der chronische Totalzusammenbruch von der Impfung kam.

Ich habe in den letzten 24 Jahren immer wieder Menschen kennengelernt, die nebenbei erwähnten, dass ihre Krankheitsbilder nach einer Impfung begannen. Im Gegensatz zu mir, waren diese vorher meistens kerngesund.

Keiner davon konnte berichten, dass ihr Arzt ihnen den Zusammenhang geglaubt und/oder den Fall als Verdacht eines Impfschadens bzw. Langzeitnebenwirkungen gemeldet hat.

Meist handelte es sich um Krankheiten, die ich immer als „diffuse“ Krankheiten bezeichne: Autoimmunkrankheiten, MS, MCAS, ME/CFS, MCS, Fibromyalgie, Rheuma, Arthritis also Krankheiten, die sehr individuelle Ausprägungen haben, nicht linear verlaufen und meistens nicht durch einen simplen Test nachweisbar sind.

Gaslighting durch Ärzte = Verlust von Vertrauen in Datenbankergebnisse!

Und wer seinem Patienten nicht glaubt, meldet auch keine Impf-Nebenwirkungen im entsprechenden System. Und wenn viele Fälle nicht gemeldet werden, dann suggeriert die Datenbank eine deutlich höhere Sicherheit von Impfungen, als die Realität darstellt. Und es wird noch sorgloser herum geimpft.

Mit neuen Fällen, die wieder nicht gemeldet werden.* Oder nicht in Auswertungen einfliessen, weil der Patient nicht nachweisen kann, dass sie ausschließlich einer Impfung zuzuschreiben sind. (Positive Effekte sind selbstverständlich IMMER nur durch Pharma-Produkte verursacht.. 😉 )

Da ich meine Energie meist zu 100% in die Basics des Lebens investieren muss, habe ich mich bis heute nie dazu geäußert. Angesichts der mich zu Tode ängstigenden Impfpflicht aber, aus der es aktuell kein Entrinnen gibt, das zu „diffusen Krankheitsbildern“ passt, sehe ich es als eine Aufgabe aller, die selber solche Erfahrungen gemacht haben, sie zu publizieren.

Egal, ob vorerkrankt oder nicht, egal welche Impfung. Einfach nur, um die – wie ich finde zutiefst unmoralische – „Bei Impfungen KANN nichts Langfristiges passieren“-Werbung mal etwas zu relativieren.

Nicht falsch verstehen: Impfungen an sich sind eine tolle Sache. Und auf Covid-19 bezogen mangels Alternativen aktuell sicherlich die einzige Chance, das Geschehen bestmöglich in Schach zu halten.

Aber ganz so tralala, wie es in Mediziner-Pharma-Kreisen kolportiert wird, sind Impfungen im Allgemeinen nicht. Und Covid-Impfungen im Besonderen? Darüber würde ich mir gerne in einem neuen Text ausführlichere Gedanken machen.

Ich muss jetzt nämlich wieder für ‘ne Weile Augen und Ohren dicht machen. Ihr wisst, warum. Stay tuned.

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Und wenn Du meinen Text teilst, freu ich mich auch sehr!

 

*Zum Glück gibt es seit einigen Jahren eine nutzerfreundliche Website vom Paul-Ehrlich-Institut, die Betroffene selber ausfüllen können. Wie die Daten dann weiterverwendet und bereinigt werden, weiß ich natürlich nicht.

https://nebenwirkungen.bund.de/nw/DE/home/home_node.html