Über mich

Im schönen Ruhrgebiet geboren und aufgewachsen, marschierte ich mit vielen Träumen in meine Wunsch-Zukunft. Forschen. Schreiben. Frei sein. Kein Haus, keine Ehe, kein Kind. Lieber die Welt erkunden, vielleicht als Reisejournalistin.

Nach einem Magister in Geschichte und Germanistik startete ich voller Freude mit meinen Promotionsforschungen im Stadtarchiv von Stralsund. Die beste Zeit meines Lebens! Plötzlich wurde es für einen Moment ganz still: Dicker, fetter Hirntumor.

Nur noch vier Wochen zu leben, wenn er nicht operiert würde. Ich krempelte die Ärmel hoch. Tumor ist, wenn man trotzdem lacht.

Ein Jahr lang trainierte ich nach der 12-stündigen Operation, um wieder „normal“ zu werden. Ständige Migräne und Gesichtsnervenschmerzen von unbeschreibbarer Heftigkeit, betrachtete ich als vorübergehenden Preis fürs Überleben. Hätte ich geahnt, daß ich den maternden Dolch in meinem rechten Auge nie mehr los werde, wäre ich direkt von einer Brücke gehopst.

In dem Bewußtsein, wie endlich unser Leben ist,  genoß ich in jeder erträglichen Minute das Leben. In der Heimat meines Herzens Stockholm, auf tollen Fernreisen von Mauritius bis Chicago, mit und unter meinem Oldtimer oder schnuckeligen Männern.

Es heißt ja, der Teufel sch.. auf den dicksten Haufen. Bei mir hat der Teufel seit 20 Jahren Diarrhö. Gesichtsnervenschmerzen, Dauermigräne, Mastzellüberaktivitätserkrankung mit mehr Symtomen als der BGB Gesetze hat, darunter chronische Erschöpfung (ME/CFS) und Chemikaliensensibilität (MCS).

Das hält mich nicht davon ab, jeden einzelnen Tag wie ein neues Leben zu betrachten. Jeder noch so klitzekleine gute Augenblick ist eine Oase in sengender Wüste, für den ich sehr dankbar bin.

Auch über meine Lieblingsthemen schreibe ich in meinem Blog: mein früheres Teilzeitleben in Stockholm, Lustiges von Männern und Sex, Erlebnisse mit Kundenservice und Co., über halbherzige Beauty-Versuche und mein Bestreben immer minimalistischer zu leben. Und wer meine kritische Stimme hören möchte, schaut in der Rubrik „Ernstes“ vorbei.

Meine Kämpfe sieht man mir nicht an. An unsichtbaren, unheilbaren chronischen Erkrankungen zu leiden, rankt in der Arschkartenhierachie schon ziemlich weit oben. Weil diese Erkrankungen wie geölt durch die unflexiblen Regularien unseres Gesundheitssystems hindurch rutschen. Und man nonstop mit Zweifel und Unverständnis von chronisch Gesunden konfrontiert ist.

Wie mir geht es Millionen. Millionen, die auch in einem unsichtbaren Rollstuhl sitzen, mit dem sie überall anecken. Indem ich aus meinem Alltag erzähle, möchte dazu beitragen diesen sichtbar zu machen. Meistens humorvoll und immer in der Hoffnung, dadurch mehr Verständnis zu schaffen.

Ich freue mich, wenn Du zu den schon rund 1.000 Leserinnen und Lesern hinzu kommst! Du kannst Dich in der rechte Spalte für E-Mail-Benachrichtigungen anmelden oder meinen Blog bei Facebook liken.
Schreib mir gerne Deine Geschichte oder einen Kommentar unter diesen Post.

Alles Liebe und einen Tag mit wenig Schmerzen wünsche ich Dir!

Deine Frau E. 

Frau E. in den Medien:

Moerser Literaturpreis
Spiegel Online
Brigitte Online
In der Zeitschrift LEA
Auf der Seite der Schmerzklinik Kiel
Im literarischen Reiseführer Düsseldorf Walking
In der Rheinischen Post 2011
In der Rheinischen Post 2009