Noch fix zur Post: diverse Päckchen abgeben. Hoffentlich zum letzten Mal vor dem Umzug. Jede Minute zählt. Doppelt. Langsam dreifach.Ungeduldig schaue ich zu, wie die junge Auszubildende den ersten Karton auf das gelbe Quadrat legt, um die korrekten Maße zu prüfen.
Sieht doch ein Blinder, daß das paßt. Steht dick der Name meines Dealers drauf.

Es begab sich vor ein paar Tagen…
Sieben Uhr. Sieben Uhr kenne ich nicht. Aber sieben Uhr kennt mich. Zumindest heute. Sieben Uhr weiß, daß ich mein erstes Smartphone online bestellt habe. Weil ich es nach drei Wochen Dauererkältung vermutlich eh nie wieder schaffe, mehr außerhalb meiner Wohnung zu erreichen, als Arzt und Apotheke.

Das Mastzellaktivierungssyndrom (MCAS) ist eine – selbst viele Jahre nach ihrem Bekanntwerden – leider nach wie vor bei Ärzten wenig bekannte Multisystem-Erkrankung, die in ihrer primären Form geschätzt 17% der Bevölkerung betrifft. Rechnet man alle Fälle von sekundärem MCAS und sämtliche Formen der Mastozytose dazu, dann ist die Dunkelziffer der Betroffenen enorm hoch.

Wegen ihrer vielen Gesichter wird sie aber oft nicht diagnostiziert. Sie ist sozusagen die Mutter von vielen anderen Diagnosen wie zum Beispiel Fibromyalgie, Depression, Reizdarm, Interstitielle Zystitis, Angstzuständen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, MCS.

“Mastzellwas was?!” höre ich auch inzwischen 7 Jahren nach meiner Diagnose im Jahr 2013 immer wieder, wenn ich erwähne, neben meinen chronischen Schmerzen noch vom Mastzellaktivierungssyndrom geplagt zu sein.  Deshalb erkläre ich heute die Basics zu dem Krankheitsbild.