Fatigue: Und draußen die Welt

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Kennst Du das auch?

Daß Du in Gedanken noch die alte Person bist?

Mit allen Wünschen und Träumen.
Mit Bedürfnissen und Ideen.
Mit Leidenschaft und Lust.

Und immer wieder schleudert Dich die Realität auf den knallharten Boden der Tatsachen zurück.

Und Du kannst nicht glauben, daß diese unfaßbare, lähmende Erschöpfung selbst mit stärkster Willensanstrengung nicht zu überwinden ist.

Körper und Geist versinken in einem zähen Kleister.
Jeder Atemzug muß einen Mühlstein stemmen.
Jeder Gedanke sich durch Nebel tasten.

Du liegst äußerlich unbeschadet in diesem gläsernen Sarg namens Fatigue und draußen zieht das Leben vorbei.
Tage.
Wochen.
Ohne Dich.

Und dann kommt ein kleines Energiefenster.
Gestohlene Stunden.

Jubilierend schleppst Du Dich in die Welt.
Sprühst vor Glück.
Feierst den Augenblick.
Glaubst an die Ewigkeit.

Und im Hintergrund lacht sich die Fatigue ins Fäustchen.
Denn sie weiß: in wenigen Stunden bekommt sie Dich zurück.

Schon greifen ihre Krakenarme wieder nach Dir.
Umschlingen Dich Schritt für Schritt bis zur Besinnungslosigkeit.

Und dann geht alles wieder von vorne los:

Die Verzweiflung.
Die Wut.
Das Wollen.
Das Sehnen.
Das Nicht-Glaubenkönnen.
Das Trauern.
Das Ertragen.

Bis zum nächsten Energiefenster.
Und draußen vor dem Fenster die Welt.

 

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